Überzeugender Auftritt der 1. Herrenmannschaft beim Start in die Bundesliga-Rückrunde

Nach Durchzug das Sturmtief „Elli“ machte sich die Mannschaft am 10. Januar frühzeitig bei winterlichen Wetterbedingungen auf den Weg nach Bremen zum Bundesligaspiel gegen KC Störtebeker.

Auch wenn mit Jürgen Böttcher ein wichtiger Spieler nicht zur Verfügung stand, waren die Spieler zuversichtlich etwas zählbares aus Bremen mitzubringen.

Vor Spielbeginn gedachten alle Spieler, dem am 02. Januar 2026 verstorbenen langjährigen Vorsitzenden des Bremer Kegler-Verein von 1890 und des Bremer Landesverbandes Kegeln und Bowling, Axel „Aki“ Brocks.

Auf Seiten der Bergedorfer begannen Robert Köhn und Marcel Dubbe. Während beide auf ihrer ersten Bahn den Kontakt zu den Bremer Startspieler Holger Haase und Uwe Bode halten konnten, lief es anschließend für Robert nicht wie erhofft, so dass seinen 859 Holz am Ende 889 Holz von Holger Haase gegenüber standen. Marcel konnte mit seinen 877 Holz den zweiten Bremer Startspieler Uwe Bode (868 Holz) in Schach halten.

Im Mittelabschnitt lief es für die Bergedorfer Kegler Heiko Witt (860 Holz) und Heiko Titze (846 Holz) leider überhaupt nicht. Ihre Gegner Heinz-Dieter Menkens und Ingo Behrens spielten jeweils 870 Holz. Damit war das Spiel weitestgehend gelaufen, jedoch bestand aufgrund des guten Ergebnisses von Marcel noch die Hoffnung auf den Zusatzpunkt.

Die Schlussachse Michael Lüth und Thomas Bastian benötigten dafür jeweils 871 Holz.

Michael Lüth zeigte auf seiner Anfangsbahn mit überragenden 234 Holz in 30 Wurf, dass er gewillt ist, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Am Ende sollte er mit 889 Holz das Höchstergebnis von Holger Haase erreichen. Thomas kämpfte um jedes Holz, leider blieben trotz guter Würfe zu oft zwei Kegel stehen. Da auf Seiten der Bremer Nils Stehmeier (867 Holz) und Patrick Fürst (866Holz) die Tür für Thomas offenließen, konnte er mit einer Acht im letzten Wurf mit Patrick Fürst gleichziehen und damit den Zusatzpunkt für die SKV Bergedorf unter Dach und Fach bringen.

Ein großes Lob den fairen Sportlern aus Bremen. Bei Thomas letztem Wurf zeigte die Anzeige nur sieben gefallene Kegel an. Ohne Diskussion erklärten die Bremer unisono, dass der Wurf eine Acht war.

Am Sonntag ging es dann zur KSG Lüneburg, die bis dahin alle Heimspiele glatt mit 3:0 gewonnen hat.

Erneut bildeten Marcel Dubbe und Robert Köhn die Startachse für die SKV Bergedorf. Die Hoffnung, dass Marcel (884 Holz) an die gute Leistung des Vorjahres anschließen und damit die Lüneburger unter Druck setzen könnte, erfüllte sich leider nicht. Robert (893 Holz) zeigte sich von dem Spiel in Bremen gut erholt, aber auch er war nicht in der Lage mit der Startachse der Lüneburger Mathias Meyer (909 Holz) und Tim Schütte (903 Holz) mitzuhalten. So ging es mit einem Rückstand von 35 Holz in den Mittelabschnitt.

Hier ersetzte Heico Mißbach den um seine Form ringenden Heiko Titze, was sich als Glücksgriff erweisen sollte. Nach Startschwierigkeiten steigerte sich Heico erheblich und kam mit den Bahnen immer besser zurecht und spielte starke 891 Holz und nahm seinem Gegner Dany Lem (880 Holz) 11 Holz ab. Heiko  Witt heilt mit 881 Holz den gegen ihn spielenden Klaus Jänsch (876 Holz) ebenfalls auf Distanz.

Mit nur noch 19 Holz Rückstand aber bereits erreichten 8 Einzelwertungspunkten ging die Schlusstour mit Michael Lüth und Thomas Bastian an den Start. Thomas, der Matchwinner des Vortags, kam an diesem Tag mit den Bahnen in Lüneburg überhaupt nicht zurecht und spielte lediglich 866 Holz. Sein Gegner Mathias Stiefeling spielte 906 Holz.

Damit ruhte die Hoffnungen der Bergedorfer allein auf Michael. Lange Zeit musste er aber zusehen, wie ihm sein Kontrahent Joachim „Jogi“ Müller Holz um Holz abnahm. Das Blatt wendete sich, als es auf die letzten 30 Wurf ging. Michael konnte eine kurze Schwächephase von Jogi ausnutzen und zog an ihm vorbei. Die letzten 10 Wurf waren dann an Dramatik nicht zu überbieten, Jogi kämpfte sich wieder heran, so dass der letzte Wurf entscheiden musste. Michael spielte „nur“ eine Sieben. Jogi hatte die Chance mit einer Neun das Spiel für Lüneburg zu retten, er spielte aber eine Acht und damit konnten die Bergedorfer auch in Lüneburg den Zusatzpunkt entführen.

In der Tabelle belegen die Bergedorfer aktuell den dritten Platz mit nur noch 1 Punkt Rückstand auf den Tabellenführer Cuxhaven/Stade.