1. BL Herren: SKV Bergedorf schafft erneut den Klassenerhalt

Nach einem schwachen Saisonauftakt schafften die Bundesliga-Kegler der SKV Bergedorf erneut den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga und stehen vor ihrer 5. Saison im Oberhaus.

Die Vorrunde

Los ging es mit zwei Auswärtspartien bei der SG ETV / Phönix Kiel (Abonnementsmeister seit 2011) und beim KSK Oldenburg/Holstein. Wie in den Vorjahren war die SKV bei den heimstarken Gegnern völlig chancenlos.

In ihren beiden ersten Heimspielen nach einem Jahr Corona-bedingter Spielpause hatten die SKV-Spieler Schwierigkeiten, die guten Trainingsergebnisse zu bestätigen. In den Partien gegen den SVL Seedorf von 1919 und den KSK Oldenburg/Holstein gelang es nicht, alle drei Punkte in Bergedorf zu behalten. Der Zusatzpunkt ging nach teilweiser sehr schwacher Leistung jeweils an die Gäste. Seedorf sah sogar lange Zeit wie der sichere Sieger aus, musste sich aber nach starkem Endspurt der Gastgeber mit 6 Holz Differenz geschlagen geben.

Der dritte Doppel-Spieltag brachte den ersten Dreier im Holstenhof. Gegen den KSC Störtebeker Bremen gewann die SKV nach einer deutlichen Leistungssteigerung mit fast 100 Holz Differenz. Es folgte eine erneut deftige Auswärts-Niederlage beim KSK Rivalen Hannover.

Der Grundstock zum Klassenerhalt sollte im Auswärtsspiel beim KSC Störtebeker Bremen gelegt werden. Nach verhaltenem Beginn der Startachse (-29 Holz) musste sich die SKV am Ende mit 16 Holz geschlagen geben, holte aber mit 35:43 Einzelwertungspunkten souverän den Zusatzpunkt.

Solide Leistungen in den beiden Heimspielen gegen die Serienmeister der vergangenen drei Jahrzehnte, die SG ETV/Phönix Kiel und den KSK Rivalen Hannover, reichten zu zwei sicheren Siegen. Damit war die SKV Bergedorf die einzige Mannschaft, die ihre Heimspiele gegen diese Top-Teams ohne Punktverlust gewann.

Corona

Eine große Rolle in der Saison 2021/2022 spielte das Thema Corona.

Von Bundesland zu Bundesland galt es andere Corona-Regeln und Hygienekonzepte zu beachten.

Einige Spiele mussten aufgrund von Infektionen verlegt werden.

Zum Punktspiel beim SVL Seedorf von 1919 ist die SKV-Mannschaft nicht angetreten, weil das durch die Spielleitung geforderte Hygienekonzept, trotz vorheriger Ankündigung, in aktualisierter Form nicht fristgerecht vorgelegt wurde.

Der Bundesliga-Spielleiter setzte die Partie daraufhin neu an, was von der Mannschaft akzeptiert wurde. Im sportlichen Wettkampf befand man sich dann allerdings auf verlorenem Posten.

Gegen die Neuansetzung hätte sich die SKV Bergedorf vor dem Rechtsausschuss zur Wehr setzen können. Wie ein vergleichbarer Fall aus der 2. Bundesliga zeigt, wäre das Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit kampflos zu Gunsten der SKV gewertet worden. 

Die Platzierungsrunde

Nachdem die Meisterrunde um einen Punkt verfehlt wurde, ging die SKV durch den Punktgewinn in Bremen mit einer guten Ausgangsposition in die Platzierungsrunde.

Die Heimspiele gegen Blau-Weiß 76 Stavenhagen und Hertha BSC Berlin wurden souverän gewonnen und damit bereits vor dem abschließenden Auswärts-Wochenende der Klassenerhalt perfekt gemacht. Insbesondere im Aufeinandertreffen mit Hertha BSC glänzte die SKV mit einer Top-Mannschaftsleistung und spielte erstmals in der Saison einen Schnitt von über 900 Holz.

In den beiden Gastspielen bei den gleichen Gegnern fehlte dem SKV-Team in Teilen die mannschaftliche Geschlossenheit. Trotz jeweils eines guten Einzelergebnisses reichte es nicht zum Gewinn des Zusatzpunktes. In Berlin fehlten dabei lediglich zwei Einzelwertungspunkte zum Auswärtspunkt.

Die SKV Bergedorf beendete die Saison -wie vor zwei Jahren- auf dem ersten Platz in der Platzierungsrunde.

Abschlusstabellen

 

Fazit

Durch das Abrufen der guten Trainingsleistungen im Verlauf der Saison schaffte die SKV Bergedorf letztlich souverän den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. Wenn in nur einem der beiden ersten Heimspiele ein 3:0 gelungen wäre, hätte es sogar zum Einzug in die Meisterrunde gereicht.

An ihrer Auswärtsschwäche werden die Kegler noch arbeiten müssen. Möglicherweise kehrt sich hier der Vorteil der nicht einfach zu spielenden Heimbahnen in einen Nachteil.

Zum Saisonende kristallisierte sich eine erfolgreiche Stamm-Mannschaft für die Heimspiele heraus. Die letzten vier Heimspiele wurden in der Besetzung Kiehn, Bryde, Berger, Titze, Böttcher und Lüth mit jeweils 3:0 gewonnen.

Saison-Highlights
  • Insgesamt wurden in der laufenden Saison 11 Spieler eingesetzt, wobei Michael Lüth als einziger Aktiver alle 14 Spiele bestritt.
  • Die meisten Einzelwertungspunkte sammelte Carsten Bryde (98) vor Jürgen Böttcher (97), Michael Lüth (82) und Heiko Titze (77).
  • Lediglich ein Spiel absolvierte Marcel Dubbe, der mit seinem Ergebnis (884 Holz, 11 EWP) maßgeblichen Anteil am Gewinn des Zusatzpunktes in Bremen hatte.
  • Eine herausragende Leistung verzeichnete Heiko Titze. Im Auswärtsspiel in Stavenhagen, holte er trotz Pudel 12 Einzelwertungspunkte für die SKV.
  • Beste Akteure in den Auswärtsspielen waren neben Marcel Dubbe (Bremen) und Heiko Titze (Stavenhagen): Volker Schütt (Oldenburg), Carsten Bryde (Seedorf) sowie Michael Lüth (Kiel, Hannover und Berlin).
  • In den Heimspielen war wie schon in den vergangenen Jahren Carsten Bryde das Maß aller Dinge. Gleich dreimal erzielte er mit 921 Holz Saison-Bestleistung und holte in 6 von 7 Spielen die Maximalpunktzahl von 12 Einzelwertungspunkten. Mit einem Schnitt von 914 Holz und 82 Einzelwertungspunkten lag Bryde damit deutlich vor dem zweitbesten Bergedorfer Heim-Spieler Jürgen Böttcher (Ø 901 Holz, 69 EWP).
  • Mit insgesamt 663 Einsätzen in der 1. und 2. Bundesliga bleibt Michael Lüth weiterhin der Dauerbrenner in der Mannschaft der SKV Bergedorf. Ihm am nächsten kommen Carsten Bryde (582 Spiele) und Volker Schütt (450 Spiele).
Spielberichte, BL-Einzelwertung

Spielberichte Saison 2021/2022

BL-Einzelwertung 2021/2022

 

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